Was vermisst ihr von Deutschland?

Alles zum Thema Leben, Arbeiten, Studieren etc. in Frankreich. (Keine Annoncen)
jochem
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Donnerstag 7. Juni 2007, 11:56

herbertp schrieb
Ich môchte mal wieder wieder meine " mir fehlt was " Klage neuauflegen.
Seit gestern haben "DIE" bei meinem Leclerc das Schwarzbrot aus dem Sortiment genommen. ich habe mich beschwert und ... damit gedroht, dass es dann fûr mich kein Produkt mehr bei Ihnen gâbe, das den etwas weiteren Weg zu ihnen für mich sinnvoll macht. Und ganz ohne Schwarzbrot .. dann könnt ich ja besser wieder nach Deutschland auswandern ..
Mal sehen, ob sich etwas tut!!?? Gleichzeitig habe ich aber bei Lidl Hotline angerufen und um Aufnahme von Schwarzbrot ins Sortiment gebeten. Wie sieht es anderswo aus? Gibt es in anderen LIDL-Filialen Schwarzbrot? Oder fehlt das anderen nicht? Und wo/wie wird es besorgt,
salut
Herbert
Stehe voll auf Deiner Seite, Schwarzbrot ist fast das Einzige, was wir noch aus Deutschland importieren, es fehlt uns sehr hier.

Deine Beobachtungen haben wir im hiesigen Leclerc auch gemacht (Bordeaux), obwohl das Schwarzbrot recht gut abverkauft wurde (von Deutschen?).

Mich wundert, daß nicht mehr deutsche Bäcker ihr Handwerk hier ausüben, da ich denke, daß die Nachfrage nach gutem deutschem Brot da wäre.
Grüße aus Lacanau

Jochem
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Bernd und Heide
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Donnerstag 7. Juni 2007, 11:56

Hallo armer Herbert,

wo wohnst Du denn?
Bei uns in Uzes gibt es einen Bäcker, der heisst "maison du pain", und der macht alles, von weiss bis schwarz und mit Korn oder ohne Korn. Vielleicht findest Du das ja auch in Deiner Nähe. Unseren Leclerc hier finden wir einen Saftladen, in unseren Supermärkten Cora, Intermarché usw. gibt es abgepackt dunkles Brot. Bei Lidl müssen wir mal gucken.
Wir möchten das Zeug aber gar nicht essen, wir freuen uns immer noch über das knusprige baguette, es schmeckt uns super. Warum magst Du's nicht?

Gruss von Bernd und Heide aus dem Gard.
herbertp
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Donnerstag 7. Juni 2007, 13:21

Liebe Grüsse in den Gard.
Wenn man Baquette essen kann, wenn man will, dann ist es toll;
Aber wenn man das Zeug staendig essen muss, dann ist es schrecklich.
meine Mutter lebt bei mir und seit 85 Jahren lebt sie von der guten ausgeglichenen Brot- misch-kost. Ob die "Pappbrot und Pressburger-generation" dieses Alter erreichen, ist mir fraglich. Und auch die tolle Figur der "Fille française", so sehe ich tagtaeglich, amerikanisiert sich, im Vergleich ueber Jahrzehnte.
salut
Herbert

@Jochen, danke fûr den Kommentar
jochem
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Donnerstag 7. Juni 2007, 13:32

herbertp schrieb
. Und auch die tolle Figur der "Fille française", so sehe ich tagtaeglich, amerikanisiert sich, im Vergleich ueber Jahrzehnte.
salut
Herbert

@Jochen, danke fûr den Kommentar
Die - stets zunehmende - Neigung der Franzosen zum Besuch amerikanischer Fastfood-Ketten ist erstaunlich, da sie im krassen Gegensatz nicht nur zu ihrer politischen Distanz zu den USA, sondern auch den allgemeinen Essensgewohnheiten steht.

Aber die Tatsache, daß heute eine Mikrowelle fester Bestandteil in jedem Haushalt hier ist, spricht auch für eine "Degeneration" in diesem Bereich!
Grüße aus Lacanau

Jochem
wolle
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Donnerstag 7. Juni 2007, 19:27

hallo Jochem,

kannst du mal den Begriff "Degeneration" naeher erlaeutern?

Gerade weil du schreibst: ...spricht auch für eine "Degeneration" in diesem Bereich!...

Scheint ja ne ernste Krankheit der Franzosen zu sein.

Bei Wikipedia hab ich eine Erklaerung gefunden, die du unmoeglich gemeint haben koenntest.

Auch was in diesem Zusammenhang die Mikrowelle damit zu tun hat?

Ich mein, Mikrowelle oder auch der Bunsenbrenner aus dem Baumarkt sind doch heute unverzichtbar in der Kueche/Haushalt.

salut wolle
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Aperdurus
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Donnerstag 7. Juni 2007, 22:03

@herbert

Die Südfranzosen haben ja die höchste Lebenserwartung in Europa. Ist es vielleicht, weil sie kein Graubrot kennen?:D

Scheint mir auch so, daß die Kleidergrößen 34 und 36 bei den Französinnen immer rarer werden. Man muß nur mal samstags im Supermarkt sein, da sieht man die bis oben befrachteten Einkaufswagen, die noch "gekrönt" werden von einer Cremetorte in Plastikverpackung.

Schwarzbrot. Warum bäckst Du es nicht selber? Rezepte gibts zuhauf, die Mehle dazu kannst Du in Biomärkten auch bekommen und den Sauerteig mußt Du Dir halt selbst ansetzen. Luxus erfordert immer einen gewissen Aufwand.
Einziges Problem vielleicht: Du kriegst keine Propionsäure, wie sie in den haltbar gemachten Broten meist drin ist.:D

Bei uns in der Ecke gibt es so erstklassiges Baguette, daß der Gedanke an Grau- Schwarz- oder Vollkornbrot gar nicht erst aufkommt. Außerdem backen eine Reihe von Bäckern auch dunkleres Brot mit Cerealien, Weizenkeimen und Körnern darin.
Man muß nur suchen.

Herzliche Grüße Aperdurus
"Die Drôme, das ist das Zusammentreffen der Alpen und der Provence, deren warmherzigen und duftenden Akzent sie schon besitzt."
wolle
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Donnerstag 7. Juni 2007, 22:45

@ Aperdurus
...Außerdem backen eine Reihe von Bäckern auch dunkleres Brot mit Cerealien, Weizenkeimen und Körnern darin...

in meiner Gegend die Regel.. es gibt dunkle Brote mit Weizenkeimen, Koernern, Oliven, Nuessen...

Selbst Leclerc hat ein tolles (dunkles) Brotangebot...

Deswegen wundert mich schon das...

@Jochem sich wundert... :)

...Mich wundert, daß nicht mehr deutsche Bäckeelbstr ihr Handwerk hier ausüben, da ich denke, daß die Nachfrage nach gutem deutschem Brot da wäre...

:D :D

salut wolle
cassis
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Donnerstag 7. Juni 2007, 23:04

Die Nachfrage nach deutschem Brot ist sicher da. Nur schreien erst alle danach und dann will es keiner.
Es gibt gutes deutsches Brot und gutes französisches Brot, genauso häufig, wie es weniger gutes Brot beiderseits gibt.
Nur Brot als Auswanderungsgrund, dies oder jenseits der Grenze, ist wohl etwas übertrieben.
Da Schwarzbrot oder auch Pumpernickel lange haltbar ist, lohnt sich vielleicht ein Care - Paket aus deutschen Landen.
Luxus hat auch seinen Preis,wenn man nicht auf ihn verzichten will.

Ich für meinen Teil als Rheinländer, komme ohne Grau- und Schwarzbrot aus. Weshalb gleich schwarz(brot) sehen.

Gruss Klaus
Il ne suffit pas de ne pas avoir des idées,il faut aussi être incapable des les établir.
jochem
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Freitag 8. Juni 2007, 00:21

wolle schrieb
hallo Jochem,

kannst du mal den Begriff "Degeneration" naeher erlaeutern?

Gerade weil du schreibst: ...spricht auch für eine "Degeneration" in diesem Bereich!...
1. stehe ich zu dem Begriff Degeneration, er bezeichnet sehr gut das, was ich unter dem zunehmenden Verschwinden von Essenskultur meine und
2. ist dies auch ein Merkmal neben dem Besuch von Fastfood-"Restaurants".
Grüße aus Lacanau

Jochem
jochem
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Freitag 8. Juni 2007, 00:31

wolle schrieb


Auch was in diesem Zusammenhang die Mikrowelle damit zu tun hat?

Ich mein, Mikrowelle oder auch der Bunsenbrenner aus dem Baumarkt sind doch heute unverzichtbar in der Kueche/Haushalt.

salut wolle
Wir haben eine unterschiedliche Meinung von dem Sinn einer Mikrowelle, für mich steht sie für schnelles Auftauen von TK-Kost, und vor allem für Zubereitung von Fertiggerichten (was für Berufstätige vielleicht manchmal erforderlich ist, aber es erfolgt zunehmend auch anstelle von Arbeiten mit frischen Lebensmitteln.

Außerdem:

Ich esse auch sehr gern Baguette - abgesehen davon, daß es bei uns keinen einzigen Bäcker mehr gibt, der sie frisch macht, sondern es werden nur vorgefertigte, angelieferte Teile aufgebacken.

Aber es gibt hier einige, die den Wunsch nach dem guten Schwarzbrot zu hoch hängen und gleich die Frage nach der Aufenthaltsberechtigung in Frankreich stellen.

Ich habe den Hinweis auf die Auslagerung bei Leclerc so verstanden: Dommage, daß es diese Alternative nicht mehr gibt!
Und dem schließe ich mich an.
Grüße aus Lacanau

Jochem
Regina
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Freitag 8. Juni 2007, 13:56

Beim Leclerc in Auch gibts auch ein Vollkornbrot mehr, und der hiesige Lidl hat deutsches und amerikanisches Toastbrot und Backmischungen, dir mir nur sehr bedingt schmecken.
Aber auf dem Markt in Mirande in der Halle gibt es einen sehr guten deutschen Bäcker mit Vollkorn, Roggen, Dinkel, Rosinen -brot alles superlecker ...
und wir haben auch einen sehr guten französischen Bäcker im Dorf (als einziges neben der Dorfkneipe und einer meist geschlossenen kleinen Postfiliale), der sein Brot selbst backt und sonntags auch dunkles mit Körnern.

Wobei ich am liebsten baguette à l'ancienne esse ...

bon appetit
dixies
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Freitag 8. Juni 2007, 14:19

Wobei ich am liebsten baguette à l'ancienne esse ...
...oder das leckere pain de mais, das ich vor kurzem entdeckt habe:-)
Wer gerne Graubrot mag, kann sich doch aus D Pakete mit Bauernbrot-Backmischungen schicken lassen...schon ist das Problem gelöst.
Ich hole mir immer mal wieder in D Rheinisches Schwarzbrot oder ein Vollkornbrot, habe aber festgestellt, dass ich es immer weniger mag. Baguette oder pain de mais schmecken mir einfach besser...und sooo ungesund wie immer gesagt kann es gar nicht sein - denn fast die ganze Welt isst helles Brot (und ist noch nicht daran gestorben).
Was mir hier noch fehlt: Saure Bohnen und Dickmilch - aber die hole ich mir regelmässig in D (so wie auch die Zigaretten).

Liebe Grüsse,
Dixies
Uli Wenisch
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Sonntag 17. Juni 2007, 11:06

Hallo an alle "Brot-Fans"

Wer auf deutsches Brot nun überhaupt nicht verzichten kann, der kann es sich auch aus Deutschland schicken lassen.

So verschickt z.B. die bekannte Münchner Hofpfisterei ihr Brot auch ins Ausland.

Der Link für weitere Infos: http://www.hofpfisterei.de/hpf_brotversand.php

Freunde von uns haben es sich nach Frankreich schicken lassen und waren begeistert.

Schönen Sonntag
Uli Wenisch
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Elisa7
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Sonntag 17. Juni 2007, 21:51

Bonsoir,

Wirklich ausgezeichnetes deutsches Brot vom französischen Bäcker findet Ihr hier:


Boulangerie Pâtisseries biologiques "La Huchette"
Fabrication de pains et pâtisseries biologiques, épicerie bio...
Place d'Armes 31230 L'Isle-en-Dodon
Tél : 05 61 94 01 55

Gruss Elisa
Zuletzt geändert von Elisa7 am Sonntag 17. Juni 2007, 21:55, insgesamt 1-mal geändert.
An Frankreich liebe ich seine ordentliche Unordentlichkeit © 1991-2008
jochem
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Sonntag 17. Juni 2007, 23:10

Danke für die vielen Tips, die mir hier in Lacanau nicht sehr helfen. Aber ich bekomme auch unser Lieblingsbrot aus Deutschland (lebe gesund).
Grüße aus Lacanau

Jochem
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salchow
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Montag 18. Juni 2007, 12:36

Für diejenigen, dies nicht weit nach Paris haben gibt es einen deutschen Tante Emma-Laden in der Markthalle, Marché St-Quentin heisst der glaube ich, auf dem
Bd Magenta (nähe gare du Nord/gare de l'Est).

Da gibts echte Weisswürste, das komplette Sortiment an Maggi- und Knorr-Sossentüten, Lübecker Marzipan, und und und.

Der Chef kauft einmal die Woche in D ein... ;-)

A+
Gruß, Christian / Palaiseau (91)
» seit 01/2004 in Frankreich
Bellie
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Sonntag 30. September 2007, 13:44

Puh, jetzt hab ich mich mal durch die -zig Seiten gelesen..
Also, es ist schon spaßig. Wenn wir aus Frankreich abreisen (nach einem Urlaubsaufenthalt, oder Kurztripp zum Einkaufen) packe ich meinen Kofferraum (Kombi!!) immer rappel voll mit Lebensmitteln aus F. Ich liebe diese göttlichen Amora Gurken. Und diese Bolognaise Sauce von Carrefour. Und die Mayonaise und den Senf und und und und
vermisse jeden Tag das tolle Baguette. Das was die deutschen Bäcker als Baguette verkaufen, ist unter aller ....

Meine franz. Cousinen und Cousins haben schon vor 30 Jahre die süße Sahne im Aldi in Saarbrücken gekauft.

Im Urlaub hatte ich noch nie das Bedürfniss , süße Sahne zum Schlagen zu kaufen. Also stimmt es aber immernoch, dass man die im Supermarché nicht bekommt?? Lidl gibt es in 85 La Roche, nur noch keinen Aldi.
Die franz . Aldi Marchés find ich toll. Wenn wir in der Provence oder im Elsaß sind, shoppen wir dort gerne.
In Trans-en-Provence hatte die sogar die Montelimar-Nougatriegel.

Ich bin keine große Wurstesserin, da tobe ich mich lieber bei Käse aus. Aber so hin und wieder ein Stück Fleischwurst, gibt es ja wohl als Lyoner, oder wenn Elsässer Wochen sind.

Wir haben einen Labrador. Sie wird seit Januar roh ernährt. Und das ist schon toll, einfach so in den Supermarché gehen zu können und mit lapin, poulet, wunderbarem (preiswerten) Rindergoulasch wieder rauszukommen. Traumhaft, sagt auch unser Labrador :-) Sie findet die franz. Lebenmittel viel geschmackvoller und da gibt es auch ja die tollen Atlantik-Muscheln....

Und fürs Brotbacken (meine bessere Hälfte wird irgendwann im Urlaub das Baguette leid) hab ich mir gedacht, ich stell einen Steinofen in den Garten. So wie früher auf dem Land . Meine Großtante in Lotringen hat immer selber Brot gebacken und darauf gab es den herrlichen, köstlichen sauren Rahm, auch selber gemacht, man hatte ja Kühe..
Hm!!!
Bellie
Viele Grüße, Bellie
Bellie
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Sonntag 30. September 2007, 14:06

Hab ganz vergessen: das gute Olivenöl bringen wir uns immer aus Flayosc im Var mit.

Und seit vielen Jahren nutze ich nur französische Kalender (da bin ich Frankreich näher...)
Nur schade, dass es die neuen Kalender noch nicht im August gibt. Im Dezember in Strasbourg ist dann die Auswahl nicht mehr sooo groß.

Vor 2 Jahren hab ich einen tollen Tischkalender mit Fotos aus Frankreich entdeckt. Da versuch ich jetzt immer die Recharges zu bekommen. Auch für meinen Timeplaner nehme ich nur die von Exatime.

Warum kann man eigentlich bei office-depot keine Ware nach D bestellen??

Wie klappt das bei euch , wenn ihr übers Internet in D bestellt. Liefern die Firmen nach F???
Bei Fnac hab ich schon Bücher nach D bestellt, die machen das.
Bellie
Viele Grüße, Bellie
Napoleon51
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Montag 1. Oktober 2007, 00:09

Hallo Bellie ( und alle Anderen;) ),

ich bestelle meine französischen CDs / DVDs bei Amazon.fr und bekomme die oft schon am zweiten Tag geliefert. Andere Produkte bestelle ich schon mal bei Artisane.de, aber die sind nicht die Schnellsten, haben aber ein sehr gutes Angebot, speziell aus meiner Traumregion, der Provence. Alleine schon die Web- Seiten lassen starkes Heimweh aufkommen.....:( :):):)
Napoleon51
bille
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Montag 1. Oktober 2007, 21:47

Es wurde ja schon viel aufgezählt und in Paris findet man fast alles. Was ich aber immer noch aus Deutschland mitbringe un hier schlecht finde sind Gewürze für die Weihnachtsbäckerei: z.B. Spekulations- und Lebkuchengewürze. Jedes Jahr werde ich bestürmt wieder Plätzchen zu backen und wenn ich sie mit zur Arbeit nehme, sind sie sofort aufgegessen. Obwohl die Franzosen doch eine so gute Küche haben, benutzen sie auch wenig Zimt und ein Apfelkuchen oder ein Pflaumenkopott mit Nelken und Zimt gewürzt werden schon als sehr exotische angesehen....

Bille
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salchow
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Dienstag 2. Oktober 2007, 16:26

Hihi - bitte nicht übel nehmen, Freud'sche Fehlleistung…
aber es sprang mich einfach so an:

Über die richtige Schreibweise von SPEKULATIUS haben auch schon andere ausgiebig spekuliert ;)
Gruß, Christian / Palaiseau (91)
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Aperdurus
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Dienstag 2. Oktober 2007, 16:53

Vorsicht Christian! :D

Schließlich könnte Zucker auch ein "Spekulationsgewürz":D sein.

Gruß Aperdurus
Zuletzt geändert von Aperdurus am Dienstag 2. Oktober 2007, 16:54, insgesamt 1-mal geändert.
"Die Drôme, das ist das Zusammentreffen der Alpen und der Provence, deren warmherzigen und duftenden Akzent sie schon besitzt."
Bellie
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Samstag 5. April 2008, 11:18

Haben sich bei euch denn schon mal deutsche Urlauber über "das was ihnen in F fehlt" beklagt??
Was sie auch im Urlaub unbedingt meinen zu benötigen und nicht diese 2, 3 Wochen darauf verzichten zu können???
Viele Grüße, Bellie
correze
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Samstag 5. April 2008, 14:05

Das Einzige, was ich mir nachschicken lasse, wenn ich in F im Urlaub bin, ist " Der Spiegel" und das klappt prima, Dienstags ist er immer in Hublanges. Deutsche Zeitschriften bekommt man ja in F auf dem Land so gut wie garnicht , eventuell findet man noch die Zeitung mit den 4 großen Buchstaben, aber auf die kann ich gut verzichten.
Bellie, unser Setter wird auch mit rohem Fleisch ernährt. Ich wäre froh, wenn ich solches Fleisch hier in D für ihn bekommen würde. Wir holen es immer bei Leclerc , das Fleisch pour animeaux
würde bei uns im supermarkt noch als Gulasch verkauft werden.
Grüße aus dem verregneten Schwabenland
Corrèze
Rive_Gauche
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Montag 14. April 2008, 22:13

Bonsoir ... habe mich entschlossen hier auch mal mitzusenfen :D

Was fehlt? (oder sollte ich nervt sagen?!) Aus der Sicht eines Neulings eine ganze Menge! Und auch wenn Frankreich, in meinem Fall Paris, viele unschlagbare Vorteile hat, so kann es einem auch manchmal gewaltig auf den Zeiger gehen.

Viele Dinge wurden hier schon angesprochen, wie die Fettaugen-Salami ^^, teils die Preise :shock: (Hammer!), das miese Angebot an Möbeln (wobei ich auf eine aufschlussreiche Quelle gestossen bin, das war für mich fast wie eine Offenbarung, als ich es fand), maues Technikangebot (wie wahr *seufz*) ect. ect.

Mehr als einmal habe ich mich gefragt, ob ich mich in einer Weltstadt befinde und gelegentlich frage ich mich (und nicht nur ich, sondern Menschen jeglicher nationaler und internationaler Couleur die ich kenne), wie die Franzosen überhaupt dieses Land aufgebaut haben.

An das Motto hier: "Nix funktioniert" muss man sich wahrlich erst einmal gewöhnen. Viele die ich kenne lachen einfach nur noch, ich auch, wenn ich es kann und die Stories nicht allzu bitter werden.

Nein, eine Jammermentalität darf man hier wirklich nicht haben, aber sich mächtig aufregen, dass ist in letzter Konsequenz des Öfteren von Nöten, so wie die Pariser das ebenfalls praktizieren, weil nur dann manchmal Leben in die Dinge kommt.

Es wundert mich eigentlich, dass (vor lauter Futtern, und so schön es auch ist :lol: ) hier niemand erwähnt, dass man für jedes Pippi-Medikament zum Arzt rennen muss. Fehlt Euch das gewohnte Sortiment in den Apotheken nicht? Mir schon! Noch nicht mal Babyöl ist hier zu bekommen (jedenfalls habe ich es noch nicht gefunden) und bei Teebaumöl gibt es große Augen.

Dafür hat der vorerwähnte Fnac hier allerdings Preise wie eine Apotheke. Eine DVD eines fünf Jahre alten Films kostet stolze 40 € und auch wenn die Produktion international ist, in der Sprachauswahl gibt es selbstverständlich nur Französisch. Kein Problem für mich, aber für meinen Mann, der kein Wort versteht.

Neulich habe ich einen Rock in die Reinigung gebracht, hat _nur_ 10 € gekostet (das Hemd gibt es für 7 €!), der genau so wieder rauskam, wie ich ihn reinbrachte. (Mittlerweile habe ich Reinigungen gefunden, die _etwas_ preiswerter sind).

Die Menschen sind ausgesprochen freundlich (man kann ja auch höflich Sie A .... sagen ^^), aber der Service ist doch einfach nur zum Auswachsen. :evil: Die Organisation am Flughafen CDG ist eine Katastrophe, ich habe Fights mit Orange, Auchan, Darty und diversen anderen Dienstleistern hinter mir, die ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche und ich bin nicht unbedingt anspruchsvoll. Eigentlich möchte ich nur ein Produkt, dass auch funktioniert und vielleicht auch nicht unbedingt 1 1/2 Stunden mit drei Kassieren rumverhandeln, wie man Samstags nach 18 h am Besten ein Fernsehgerät bezahlen kann.

Nebenbei mal eine nette Geschichte, die sicherlich Einzelfallcharakter hat, aber was soll's:

Ein Techniker der France Telekom war (nachdem er drei Termine hat platzen lassen) bei mir und nachdem er zwei Stunden an dem in Frankreich offensichtlich außergewöhnlichen Umstand zwei Fernseher in einem Haushalt in Betrieb zu nehmen, herumgedoktort hat, höre ich plötzlich von der Küche aus in meinem Arbeitszimmer jemanden Tippseln. Ich trete ein und frage den Herrn (der es sich gerade an MEINEM Notebook bequem gemacht hatte) : "Entschuldigung, aber was machen sie denn da?" Antwort: "Ich schreibe meinen Bericht" :shock: Gefolgt von "Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich mir eine Zigarette schnorre?" :shock: :shock:

Der "Service" hat übrigens 99 € gekostet; nur gut, dass wenigstens die Flasche Wein preiswert war, die ich mir an dem Abend in den Kopf geknallt habe.

Auf einen Handwerker wartet man hier übrigens oft Wochen (!) und wenn man Glück hat, dann arbeitet er auch direkt und fängt nicht erst an zu stöhnen, was alles getan werden muss. Wenn ich in einem Baumarkt für einen vierstelligen Betrag einkaufe, dann muss ich auch noch die Lieferung bezahlen ... ok, kann ich mit leben, aber wenn ich dann den doppelten Preis bezahlen muss, nur weil die Herrschaften das Zeug in den dritten Stock tragen müssen, da hört der Spaß für mich auf.

Die Post, ein ganz besonderes Thema: Manche Dinge dauern Wochen und niemand weiß warum (auch wenn Prioritaire draufsteht). Z. B.: Ein wichtiges Paket war an mich adressiert, ich war nicht zu Hause, was passiert: Och, schicken wir es einfach ohne Nachricht wieder zurück. Macht auch nix, war nur ein Laptop drin, der packt das locker Hin und Her. Das Teil hat mich dann in Kamelbotenmanier nach zwei Monaten (!) erreicht und ist natürlich im Eimer und ich darf mich mit den Offiziellen rumschlagen, deren Antwort ich lt. meiner franz. Nachbarn evtl. in 10 Jahren erwarten darf. :D (ich lach jetzt einfach mal)

Am Wochenende habe ich einen Termin mit einem Berater meiner Hausbank hinter mich gebracht, der einfach jenseits von Gut und Böse war. Es hat geschlagene zwei Stunden gedauert, um ein Konto zu eröffnen (ist nicht mein erstes Erlebnis) und ich war nicht sehr erfreut zu erfahren, dass ich für Online-Banking Transaktionen auch noch 3 € pro Stück ZAHLEN muss, wobei ich der Bank doch eigentlich die Arbeit abnehme. Überweisungsformulare gibt es nicht und Mails werden nicht akzeptiert (obwohl ich weiß, dass es Ausnahmen gibt), und nun muss ich jedes Mal einen Brief schreiben, wenn ich eine Überweisung machen will ... national wohlgemerkt!

Meine Abbuchungen sind monatlich limitiert, obwohl genügend Geld zur Verfügung ist. Möchte ich mehr im Monat abheben, muss ich eine andere Kartenart wählen und dafür richtig Schotter zahlen (danke, dass ich dafür blechen darf, um an mein Geld zu kommen *niederkniet*). Überziehe ich mein Konto (was durchaus im Eifer des Gefechts -vor allen Dingen im Ausland- mal vorkommen kann) mehr als 800 € kostet mich jede weitere Pippi-Abbuchung 8 € (!) Gebühr.

Und nein, es hat mich nicht beruhigt, dass die Bank mir mein Scheckheft gratis zur Verfügung stellt. Schecks ... :roll: ... auch so ein Thema, aber ich durfte mit Freude beobachten, dass der Trend endlich abnimmt.

Na ja, ich schliesse jetzt mal und was mir fehlt, dass ist wohl nunmehr offensichtlich. Die grande Nation ist in so einigen Dingen die grande Katastrophe ... das wollte ich nur mal erwähnt haben.

Danke für's Lesen und nichts für Ungut

(und ich würde mich über Anmerkungen sehr freuen, weil ich im Moment noch im sogenannten "Learning" stecke, jedoch hoffe ich, dass sich der ein oder andere bei der Kommentierung auch an seine eigenen Startschwierigkeiten erinnert. "Ich bin jetzt seit 10 Jahren hier und bei mir ist alles Bestens" hilft nicht wirklich :lol: )
Zuletzt geändert von Rive_Gauche am Montag 14. April 2008, 22:51, insgesamt 4-mal geändert.
Lilo
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Montag 14. April 2008, 22:23

Meine Güte!
- und ich dachte in Paris sei Alles anders, da geht es doch tatsächlich genauso zu, wie hier in der Provinz. :roll: Das beruhigt mich ungemein! :D

Gruß
Lilo
Rive_Gauche
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Montag 14. April 2008, 22:27

Pas du tout meine Liebe ... ich könnte einen Roman schreiben :D

Grüsse
Rive_Gauche
wolle
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Montag 14. April 2008, 22:40

Rive_Gauche hat geschrieben:Pas du tout meine Liebe ... ich könnte einen Roman schreiben :D

Grüsse
Rive_Gauche
Mach das... am besten gleich in Englisch, Hollaendisch und Deutsch...

Ich glaub, wird ein Bestseller... und weniger voll in France :D

salut... wolle der sich lachschlappt... :D
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salchow
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Montag 14. April 2008, 22:44

Eine klasse Geschichte, da mach ich demnächst auch noch zwei drei Anmerkungen zu, die aber alle in dieselbe Richtung gehen.
Nur kurz vorweg: Um zu verhindern, dass uns das Dachfenster auf den Kopf fällt haben wir auf einen Termin mit nem Glaser gehofft. Nach mehreren erfolglosen Versuchen (alle ausgebucht auf mindestens 3 Monate) haben wir aufgegeben.
Zwei Wochen später: Wir beide sind gerade im Zug und auf dem Weg zur Arbeit, klingelt das Handy: "Ja, hier der Glaser. Bin GERADE ZUFÄLLIG IN IHRER NÄHE. Also wenn Sie jetzt da wären, könnte ich gleich vorbei kommen… Wie, Sie können NICHT? (Werktags gegen 09:30), ja also dann kann es ja SOOOO eilig nicht sein. Ich meld mich nochmal." Auf den Anruf warten wir immer noch (die Geschichte stammt von Mitte 2004).

Und ich erinnere nur daran, dass zwischen "Paris" und "Province" noch jede Menge "Banlieue" liegt.
Heißt im Klartext: Wenn ich in Paris mit meiner 91 ankomme, bin ich ein blöder "Banlieusard", und in umgekehrter Richtung (ungefähr nach derselben Anzahl Kilometern) bin ich dann ein blöder Pariser…

Ganz brandheiß sind uns gerade vorhin alle drei Glühbirnen unseres Deckenstrahlers durchgebrannt: Ich habe die erste rausgedreht, und festgestellt, dass sie einen Sprung hat - einmal rund ums Gewinde drum herum !!!! (Das hier - nebenbei bemerkt - in 75% aller Fälle aus 2 Füßchen besteht :)

WAS ZUM HENKER HABEN DIE ELEKTRIKER HIER VERANSTALTET, ALS DIESE ETAGE VOR ICH-ZIG-JAHREN IN MEHRERE "WOHNUNGEN" AUFGETEILT WURDE ???? (Grooooße Mode in IDF…)

Bis bald!
Gruß, Christian / Palaiseau (91)
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Rive_Gauche
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Montag 14. April 2008, 23:10

Zwei Wochen später: Wir beide sind gerade im Zug und auf dem Weg zur Arbeit, klingelt das Handy: "Ja, hier der Glaser. Bin GERADE ZUFÄLLIG IN IHRER NÄHE. Also wenn Sie jetzt da wären, könnte ich gleich vorbei kommen… Wie, Sie können NICHT? (Werktags gegen 09:30), ja also dann kann es ja SOOOO eilig nicht sein. Ich meld mich nochmal." Auf den Anruf warten wir immer noch (die Geschichte stammt von Mitte 2004).
So ging es mir mit dem Elektriker ... ewig lang versucht einen Termin auszumachen und eines Tages stand er einfach vor der Tür und ich war "unverschämterweise" nicht anwesend.
Und ich erinnere nur daran, dass zwischen "Paris" und "Province" noch jede Menge "Banlieue" liegt.
Heißt im Klartext: Wenn ich in Paris mit meiner 91 ankomme, bin ich ein blöder "Banlieusard", und in umgekehrter Richtung (ungefähr nach derselben Anzahl Kilometern) bin ich dann ein blöder Pariser…
Da habe ich es mit meiner 75 leichter, keine Frage. Nur die Donneur d'organe, auf die muss man tierisch aufpassen und immer schön Platz machen, sonst gibt's so oder so Beulen in die Kiste. Entweder, weil Dir einer am Reifen klebt, oder weil er Deinem Vehikel einen Tritt gibt, wenn Du nicht genug Passage läßt.
Ganz brandheiß sind uns gerade vorhin alle drei Glühbirnen unseres Deckenstrahlers durchgebrannt: Ich habe die erste rausgedreht, und festgestellt, dass sie einen Sprung hat - einmal rund ums Gewinde drum herum !!!! (Das hier - nebenbei bemerkt - in 75% aller Fälle aus 2 Füßchen besteht :)
Vive la Baillonnette :D

WAS ZUM HENKER HABEN DIE ELEKTRIKER HIER VERANSTALTET
Das Frage ich mich auch, wenn ich bedenke, dass mein Wasseranschluss in der Küche direkt neben dem Starkstromanschluß liegt.

Aber wie sagte mein Französisch-Lehrer damals immer: "Impossilbe n'est pas un mot français." Wie Recht er doch hatte ...
gittachen
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Dienstag 15. April 2008, 00:31

Hallo Rive_Gauche ,
kein Einzelfall, aber man gewöhnt sich daran ( oder muss zurück nach D) :lol:
Unser Anfangserlebnis:
Wir hatten einen Handwerker- hier aus unserem Dorf- bestellt, um die Dachrinne zu richten. ER kam sofort, stellte seine Leiter und einige Werkzeuge hin ------ und ging-----
freundlich rief er: iCH KOMME OSTERN WIEDER! / Sollte heissen 1Woche später.
Ostern warteten wir dann vergeblich- und die anderen Monate auch. War ja auch für uns nicht ganz so schlimm, da wir unser Haus damals nur für die Ferien bewohnten,nur unser Nachbar konnte nicht so recht schlafen, wenn es regnete.............
Was soll ich sagen??? Genau 1 Jahr später zu Ostern kam unser Handwerker, fröhlich, sich keiner Schuld bewusst und vollendete seine Arbeit. ce la france.....
:roll: aber man gewöhnt sich daran :lol:
aus dem (meistens) sonnigen Südfrankeich
gittachen
Rive_Gauche
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Dienstag 15. April 2008, 01:25

aber man gewöhnt sich daran :lol:
... was einem sicherlich leichter fallen würde, wenn man vorher hätte ahnen können, dass man in die dritte Welt zieht. :D

Danke für den Osterhasen :wink:
didier-
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Dienstag 15. April 2008, 08:28

Rive_Gauche hat geschrieben:Nein, eine Jammermentalität darf man hier wirklich nicht haben, aber sich mächtig aufregen, dass ist in letzter Konsequenz des Öfteren von Nöten, so wie die Pariser das ebenfalls praktizieren, weil nur dann manchmal Leben in die Dinge kommt.
lieber Rive-Gauche,

Du bist noch nicht lange in Frankreich?
der Makler, von dem ich unser Haus 1989 kaufte ist mittlerweile unser guter Freund, der sagte mal einen Spruch den ich mir merkte:
ooch lass mal die Franzosen, ein schönes Land haben die.
Diesen Satz rufe ich mir immer dann in Erinnerung, wenn ich mal wieder (ja, auch nach 20 Jahren oft noch) wie das sprichwörtliche HB Männchen in die Luft gehen will.
Es bringt nichts. Das Pflegma der Franzosen ist wohl einmalig in Europa (Welt?)
Es ist schon ein Wunder, wenn man bedenkt daß doch alles auch irgendwie funktioniert.

Auch ist es in der Province genauso wie bei Dir in Paris, es sind die Dinge des täglichen Bedarfs, die immer wieder sauer aufstossen.

Z.Zt klagen wir gegen unsere Versicherung, die uns Schäden am Haus, in unserer Gemeinde anerkannten Naturkatasrophe, nicht bezahlen will.
Hätten wir die sogenannten Sachverständigen nicht gestoppt, die würden uns immer noch Handwerker (Nach jetzt 4 Jahren) schicken um den billigsten zu finden.

Frankreich ist für mich äußerst bürgerfeindlich. Deswegen sind auch fast alle Franzosen die wir kennen, arbeitsmäßig wenig motiviert. Beamte, meistens mit 50 aber fast sicher mit 55 gehen sofort in Pension. Selbständige, verkaufen ihren Laden bei erreichen des 60. oder 63. Lebensjahres um sich die Gängelungen nicht weiter zumuten zu müssen.

Daß dann bei soviel "Bürgernähe" der Franzose eine Revolution entfachte ist dann eigentlich nur folgerichtig, die nächste kommt bestimmt :wink:
Grüße Didier
herbertp
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Dienstag 15. April 2008, 09:03

Schade, dass Heinz-Günter nichts dazu sagen kann.
deshalb hier sein Lieblingsstatement
Es gibt immer drei Wege:
- den richtigen,
- den falschen,
- den französischen.

Viel Freude am Leben in Frankreich,
Heinz-Günter
er fehlt schon.
Herbert
herbertp
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Dienstag 15. April 2008, 09:43

wie war das?? :shock:
Man will
leben wie Gott in Frankreich
?? :?:
dann darf man sich nachher nicht beklagen.
Der arme Kerl hat ja auch so seine Schwierigkeiten, so ohne Kirchensteuer
75% der kirchlichen Einnahmen kommen aus Sammlungen und Spenden; das letzte Viertel stammt aus einem freiwilligen Beitrag für den Unterhalt des Klerus; er wird mit ein Prozent des Einkommens empfohlen, aber nur von 45% der zur Zahlung gemahnten Katholiken entrichtet. Eine der Folgen: Die Pfarrer verdienen oft weniger, als den staatlich garantierten Mindestlohn für Arbeitnehmer.
salut
Herbert
Yoyo
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Dienstag 15. April 2008, 17:13

Oh ja,

da kann ich auch Geschichten erzählen. Wobei ich sagen muss, dass mich die Handwerker am wenigsten nerven, denn irgendwann findet man meist auch mal einen guten und zuverlässigen. Aber Beamte und Beamtenähnliche und Banken - denen ist man ausgeliefert und auf die wächst der Hass im Lauf der Jahre immer mehr an.

Handwerker und Geschäfte habe ich auch unglaublich tolle erlebt: Der Elektriker aus dem Dorf kam während des Halbfinales mit Frankreich bei der Fussball-WM-EM (keine Ahnung) zu uns, als ein Boiler drohte, von der Wand zu fallen (er hatte ihn nicht aufgehängt). Und mein Kühlschrank ging Silvester kaputt. Nachdem ich erklärt hatte, dass Austern und Foie gras für den Abend drin seien, kam am Silvesterabend um 19h00 noch der Service après vente des Geschäfts aus 30 km Entfernung und stellte mir einen Ersatzkühlschrank hin.

Und ich genieße es, in Frankreich in Geschäften und von fast allen Leuten sehr höflich und freundlich behandelt zu werden. In Deutschland hat sich das in den letzten Jahren sehr gebessert, aber vorher war das sehr oft eine Katastrophe.

Aber wie gesagt: Die Beamten. Frankreich ist das einzige Land in Europa , das nach 1981 Beamte aufgestockt hat statt abgebaut. Ob Mitterrand oder auch seine Vorgänger und Nachfolger, alle wollten ihre Klientel bedienen und (überflüssige) Arbeitsplätze schaffen. Heute ersticken die Beamten das Land. Gut, nicht alle sind natürlich überflüssig, aber viel zu viele. Und die müssen ja ihr Dasein rechtfertigen, mit immer neuen Schikanen. Heute früh haben sie in den Nachrichten erzählt, dass es in der französischen Armee ein Problem gibt: Es gibt mehr Befehlsgeber als Befehlsempfänger. Tja, soll man nun lachen oder weinen oder ertragen oder ab und zu den Zwergenaufstand proben? So ein bisschen von allem, die Strategie habe ich inzwischen adoptiert. :mrgreen:
Schöne Grüße - Yoyo
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salchow
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Dienstag 15. April 2008, 19:44

Yoyo hat geschrieben:Oh ja,

da kann ich auch Geschichten erzählen. Wobei ich sagen muss, dass mich die Handwerker am wenigsten nerven, denn irgendwann findet man meist auch mal einen guten und zuverlässigen.
Ja, aber es ist doch sehr störend, dass mehr schwarze als weiße Schafe auf der Weide rumlaufen. Wenn die Suche dann solange dauert, weil der Schäfer kurzsichtig ist… :)
Aber Beamte und Beamtenähnliche und Banken - denen ist man ausgeliefert und auf die wächst der Hass im Lauf der Jahre immer mehr an.
(…)
Und ich genieße es, in Frankreich in Geschäften und von fast allen Leuten sehr höflich und freundlich behandelt zu werden. In Deutschland hat sich das in den letzten Jahren sehr gebessert, aber vorher war das sehr oft eine Katastrophe.
Für Beamte und Banken kann ich dem nur zustimmen. Ich hoffe, dass ich nicht mit dem Rest in einen Topf geschmissen werde (RATP)… denn meine Kollegen handeln inzwischen auch nur noch nach dem Wald-rein-Wald-raus-Prinzip - In anderen Artikeln hatte ich schon mal bildreich geschildert, wie an meinem Schalter die Standard-Reaktion auf ein breites Lächeln in Kombination mit einem fröhlichen "Bonjour" meinerseits aussieht: Kein Zweifel, wir sind in Paris, die guten Manieren wurden bei Betreten der Station an den letzten Sonnenstrahlen aufgehängt.

Und wenn ich in D etwas beim Bäcker kaufe bin ich Kunde bis zum Schluss, und nicht eine lästige Gesprächsunterbrechung, die gerade lange genug andauert, bis die Bestellung aufgenommen wird. Heißt also: sobald es ans Ware zuschneiden und Einpacken geht, wird weiter mit der Nachbarin getratscht - ich könnte ja noch einmal eine "Zusatzoption" in Anspruch nehmen wollen.

Das schreibe ich jetzt nur so zugespitzt, um zu zeigen, dass man damit in BEIDEN Ländern Glück oder Pech haben kann. Für mich besteht da kein grundsätzliches F- oder D-Schema.
Gruß,
Gruß, Christian / Palaiseau (91)
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Yoyo
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Dienstag 15. April 2008, 20:24

salchow hat geschrieben:Kein Zweifel, wir sind in Paris, die guten Manieren wurden bei Betreten der Station an den letzten Sonnenstrahlen aufgehängt.
Hallo Christian,

ein allgemeines Schema gibt es sicher nicht. Nur Tendenzen. Und seit wann ist Paris Frankreich? Die "Pariser" sind wirklich ein eigenartiges Volk, wenn sie sich in die Provinz in Urlaub wagen - obwohl die meisten ja nicht mal echte sind. Schon 1987 konnte man sie innerhalb von einer Minute im Bistro oder sonstwo erkennen - mit dem Scheck kriegte man die Bestätigung. :shock:

Für mich haben beide Länder ihre Vor- und Nachteile. Man muss sich aussuchen, womit man besser leben kann - was nicht immer so ganz einfach ist. Ich liebe beide Länder und ich schimpfe auf beide Länder. Finde ich eigentlich ganz normal. Normaler, als zu sagen, in einem Land ist alles hundert Mal besser.
Schöne Grüße - Yoyo
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HeinBlöd
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Dienstag 15. April 2008, 21:05

Hmm so einige dinge sind ja so , aber so manchmal finde ich es schon komisch ... :mrgreen:
Rive_Gauche hat geschrieben:
Es wundert mich eigentlich, dass (vor lauter Futtern, und so schön es auch ist :lol: ) hier niemand erwähnt, dass man für jedes Pippi-Medikament zum Arzt rennen muss.
ES gibt wohl in F mehr Kram frei zu kaufen, als in D .
Versuch mal in D ein wirksames Schmerzmittel in der Apo zu kriegen ... :wink:


Eigentlich möchte ich nur ein Produkt, dass auch funktioniert und vielleicht auch nicht unbedingt 1 1/2 Stunden mit drei Kassieren rumverhandeln, wie man Samstags nach 18 h am Besten ein Fernsehgerät bezahlen kann.
Funktionierend beim ersten Mal gibts nicht, aber das kannste immer mit cheque oder Karte bezahlen, Bargeld nicht, das musst ja gezählt werden am Abend :wink:
Der "Service" hat übrigens 99 € gekostet; nur gut, dass wenigstens die Flasche Wein preiswert war, die ich mir an dem Abend in den Kopf geknallt habe.
Der Techniker hat wahrscheinlich nur 45€ HT gekostet und die lässt man sich doch vom Adsl Anbieter wiedergeben :!: :mrgreen:
Auf einen Handwerker wartet man hier übrigens oft Wochen (!) und wenn man Glück hat, dann arbeitet er auch direkt und fängt nicht erst an zu stöhnen, was alles getan werden muss.
Ich weiss nicht, was ihr alle über die frz Handwerker zu meckern habt, die sind doch auch nicht schlimmer als die deutschen - und warum die meckern bevor sie anfangen , erklärt Volker Pispers in seiner Nummer über Zahnärzte :twisted:
Die Post, ein ganz besonderes Thema: Manche Dinge dauern Wochen und niemand weiß warum (auch wenn Prioritaire draufsteht). Z. B.: Ein wichtiges Paket war an mich adressiert, ich war nicht zu Hause, was passiert: Och, schicken wir es einfach ohne Nachricht wieder zurück. Macht auch nix, war nur ein Laptop drin, der packt das locker Hin und Her. Das Teil hat mich dann in Kamelbotenmanier nach zwei Monaten (!) erreicht und ist natürlich im Eimer und ich darf mich mit den Offiziellen rumschlagen, deren Antwort ich lt. meiner franz. Nachbarn evtl. in 10 Jahren erwarten darf. :D (ich lach jetzt einfach mal)
Da allerdings ist die Post die schlechteste Lösung , bestell z.B laptops bei http://www.rueducommerce.fr/home/index.htm , die liefern in Tankstellen oder Tabakläden - und das in 2-3 Tagen
Am Wochenende habe ich einen Termin mit einem Berater meiner Hausbank hinter mich gebracht, der einfach jenseits von Gut und Böse war. Es hat geschlagene zwei Stunden gedauert, um ein Konto zu eröffnen (ist nicht mein erstes Erlebnis) und ich war nicht sehr erfreut zu erfahren, dass ich für Online-Banking Transaktionen auch noch 3 € pro Stück ZAHLEN muss, wobei ich der Bank doch eigentlich die Arbeit abnehme. Überweisungsformulare gibt es nicht und Mails werden nicht akzeptiert (obwohl ich weiß, dass es Ausnahmen gibt), und nun muss ich jedes Mal einen Brief schreiben, wenn ich eine Überweisung machen will ... national wohlgemerkt!

Meine Abbuchungen sind monatlich limitiert, obwohl genügend Geld zur Verfügung ist. Möchte ich mehr im Monat abheben, muss ich eine andere Kartenart wählen und dafür richtig Schotter zahlen (danke, dass ich dafür blechen darf, um an mein Geld zu kommen *niederkniet*). Überziehe ich mein Konto (was durchaus im Eifer des Gefechts -vor allen Dingen im Ausland- mal vorkommen kann) mehr als 800 € kostet mich jede weitere Pippi-Abbuchung 8 € (!) Gebühr.
Du solltest DRINGEND die Bank wechseln, dass ist auch in F nicht normal.
- 2 st für ein Konto - ok, denn beim ersten mal muss der Bänker deine Akte bei der BdF anlegen.
- Onlinebanking - also ich bezahl 3.30€ im Monat - das ist alles.
- Überweisung mit Brief ????? ÜW sind hier ja nicht die Regel aber bei meiner Bank gibt es dafür Formulare, die füllt allerdings der Bänker aus .
- Mit dem Limit ist normal bei Karten aber in der Bank gibts mehr , ungenehmigte Überziehungen sind wirklich teuer und sollten abgesprochen sein - sonst lässt der Berater mal nen Scheck zurückgehen, weil er gerade schlecht drauf ist und du hast u.U für einen geplazten Scheck ne Interdiction bancaire und dann geht das Theater erst richtig los :mrgreen:
Bellie
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Dienstag 15. April 2008, 21:24

Handwerker in Deutschland...

Vor 3 Jahren wollten wir vor unsere Einfahrt einen Metallzaun (nicht so was fix und fertiges , es sollte was gutes, teures werden) anfertigen lassen.
Also wurden verschiedene Schlosser, Metallbauer gebeten zu einer Besichtigung raus zu kommen. Wenn Termine gemacht wurden, wurden sie in der Regel nicht pünktlich eingehalten, man verspätete sich um gut ne halbe Stunde und mehr.

Ein Metallbauer kam und es wurde besprochen, wie der Zaun aussehen sollte und wir baten (in 2005) um ein Angebot..........
Trotz -zig telefonischer Nachfragen, wann denn nun mit einem Angebot zu rechnen sei...
Kurz gesagt: wir haben es heute noch nicht!

Aber wir haben dann über "Beziehungen" einen erwischt, der vor der verabredeten Zeit kam , rasch ein Angebot abgab, und dann auch den Auftrag bekam und eine super gute Arbeit ablieferte.

Das Handwerker selten pünktlich zum verabredeten Termin kamen (vor unserem Bürobeginn...) , das man keine Angebote abgab... diese Erfahrungen haben wir hier in D -leider- recht oft gemacht.
Viele Grüße, Bellie
Rive_Gauche
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Dienstag 15. April 2008, 22:30

Da freue ich mich aber wirklich, ein paar Leidensgenossen gefunden zu haben :D

Und vorab: Selbstverständlich will ich nicht alles mies machen, aber in dem Thread hier geht es eben darum was fehlt, wenn es einen Thread geben sollte was gut ist, dann fang ich auch gerne an zu Lobhudeln. ^^
ES gibt wohl in F mehr Kram frei zu kaufen, als in D .
Versuch mal in D ein wirksames Schmerzmittel in der Apo zu kriegen ... :wink:
Interessant ... bei mir ist es schon an den Nasentropfen (wirksame wohlgemerkt) gescheitert und man sagte mir, dafür benötige ich ein Rezept.

Auf welches Schmerzmittel greifst Du denn da so zurück, wenn ich fragen darf?

Code: Alles auswählen

Funktionierend beim ersten Mal gibts nicht, aber das kannste immer mit cheque oder Karte bezahlen, Bargeld nicht, das musst ja gezählt werden am Abend :wink: 
Mein Mann und ich waren genötigt mit drei Gold-Karten (!) von drei verschiedenen Banken jeweils Beträge von 80 € - 200 € zu zahlen, weil der volle Betrag nicht in einem Aufwasch machbar war. Bei 2.500 ,- kann das dauern. :wink:
Der Techniker hat wahrscheinlich nur 45€ HT gekostet und die lässt man sich doch vom Adsl Anbieter wiedergeben :!: :mrgreen:
Hab mir die Hälfte auch zurückgeholt, dennoch danke für den Tipp!
Ich weiss nicht, was ihr alle über die frz Handwerker zu meckern habt, die sind doch auch nicht schlimmer als die deutschen - und warum die meckern bevor sie anfangen , erklärt Volker Pispers in seiner Nummer über Zahnärzte :twisted:
Sagen wir es so: Sie sind ... anders ... zumindest erscheinen die Deutschen schneller und nehmen wenigstens noch Notiz davon, wenn man sie zur Sau macht.

Zahnärzte? Volker Pispers? Link?
Da allerdings ist die Post die schlechteste Lösung , bestell z.B laptops bei rueducommerce.fr , die liefern in Tankstellen oder Tabakläden - und das in 2-3 Tagen
Danke für den Link, aber bei mir hing es daran, dass ich keinen französischen Laptop haben wollte (warum wohl :lol: ) oder kann man dort auch ausländische Modelle + Betriebssysteme bestellen?
Du solltest DRINGEND die Bank wechseln, dass ist auch in F nicht normal.
- 2 st für ein Konto - ok, denn beim ersten mal muss der Bänker deine Akte bei der BdF anlegen.
- Onlinebanking - also ich bezahl 3.30€ im Monat - das ist alles.
- Überweisung mit Brief ????? ÜW sind hier ja nicht die Regel aber bei meiner Bank gibt es dafür Formulare, die füllt allerdings der Bänker aus .
- Mit dem Limit ist normal bei Karten aber in der Bank gibts mehr , ungenehmigte Überziehungen sind wirklich teuer und sollten abgesprochen sein - sonst lässt der Berater mal nen Scheck zurückgehen, weil er gerade schlecht drauf ist und du hast u.U für einen geplazten Scheck ne Interdiction bancaire und dann geht das Theater erst richtig los :mrgreen:
Nun ja, die BNP Paribas ist nicht gerade eine Klitsche, also habe ich es mit der versucht. Für weiterführende Tipps bin ich jederzeit dankbar. Bei welcher Bank bist Du denn?

Latschst Du dann auch wegen jeder Überweisung zur Bank, schreibst Zettelchen, oder schickst Du fleissig Schecks?

Was das Limit angeht, so finde ich ein Monatslimit von 2.500 € gelegentlich doch etwas mau. Es ist immerhin _mein_ Geld, dass da auf dem Konto ist und nicht deren Knete. Und vielleicht gibt es auch Menschen auf diesem Planeten, die in Vorlage für Geschäftsreisen gehen und deren Company andere Agreements hat, als von den Franzosen vorgesehen. In D wird das Limit ans Gehalt angepasst und nicht an eine Karte, die man monatlich zu bezahlen bereit ist.

Schecks aus Launenhaftigkeit zurückgehen lassen? Da geht einem ja das Messer in der Tasche auf! Unfassbar ...

Ach ja, was mir noch fehlt: Gibt es hier auch Kaugummis, die einen geschmacklich nicht an die gute alte "Ostzone" erinnern?

Und: Kennt jemand einen Online-Shop, in dem man ein großes Angebot an nationaler und internationaler Literatur hat und dennoch gelegentlich auch mal ein paar CD's oder eine Kaffeemaschine nebenbei bestellen kann? Merci!

Schönen Abend noch ...

Rive_Gauche
Zuletzt geändert von Rive_Gauche am Mittwoch 16. April 2008, 00:20, insgesamt 1-mal geändert.
wolle
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Dienstag 15. April 2008, 23:44

... also wie man an wirksame Nasentropfen kommt, keine Ahnung... und dein Problem mit den drei Goldkarten... vielleicht brauchste ne vierte...

aber...

"Ach ja, was mir noch fehlt: Gibt es hier auch Kaugummis, die einen geschmacklich nicht an die gute alte "Ostzone" erinnern? "

da kann ich vielleicht helfen...
wie iss es mit "Freedent" von Lidl, Aldi oder war's Schlecker... :D

... und wenn du einen 'online shop' suchst, google doch einfach mal unter 'online shop' oder so...

:D salut wolle
Rive_Gauche
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Mittwoch 16. April 2008, 00:15

.. also wie man an wirksame Nasentropfen kommt, keine Ahnung...
Stinknormales Otriven oder Olynth eben. Wirkstoff: Xylometazolinhydrochlorid ... nicht wirklich explosiv :P
und dein Problem mit den drei Goldkarten... vielleicht brauchste ne vierte...
Lieber wäre uns Eine hier überall funktionierende um ehrlich zu sein. Aber ich bin ja schon still ... muss mich eben dran gewöhnen, wieder in der Steinzeit zu leben.
da kann ich vielleicht helfen...
wie iss es mit "Freedent" von Lidl, Aldi oder war's Schlecker... :D
Das sind genau die, die ich so fürchterlich finde. Auch die Wrigley's Extra Professional aus dem Family-Sparpack schmecken völlig anders und sind zudem so bretthart, dass man besser die Adresse eines guten Zahnarztes griffbereit haben sollte.
... und wenn du einen 'online shop' suchst, google doch einfach mal unter 'online shop' oder so...
Der Herr Google ist gut, Infos aus erster Hand sind besser :wink:
Napoleon51
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Mittwoch 16. April 2008, 00:47

Wenn ich das hier so lese, glaube ich bald, ich mache seit 46 Jahren in einem anderen Land Urlaub :oops:
PS:...und jetzt bitte nicht sagen, wenn ich am Strand liege, "kann ja nicht viel passieren".
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gittachen
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Mittwoch 16. April 2008, 02:53

Rive_Gauche hat geschrieben:

Nun ja, die BNP Paribas ist nicht gerade eine Klitsche, also habe ich es mit der versucht. Für weiterführende Tipps bin ich jederzeit dankbar. Bei welcher Bank bist Du denn?

Latschst Du dann auch wegen jeder Überweisung zur Bank, schreibst Zettelchen, oder schickst Du fleissig Schecks?



Schönen Abend noch ...

Rive_Gauche
Also ich bin auch bei der BPP, habe eine Gebühr für den Internetzugang von 1.60 Euro( habe gehandelt :lol: ) und mache meine Überweisungen ONLINE.
Geht hier auch. Wo soll das Problem sein???

Und meine Karte ., keine GOLD, ganz normal funzt immer.

Ach und noch eine Frage: :?:
Wnn Dich alles hier so aufregt, warum bist Du dann hier??? :roll:
Versteh ich nicht
:shock: :shock: :shock:
aus dem (meistens) sonnigen Südfrankeich
gittachen
didier-
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Mittwoch 16. April 2008, 03:58

hallo,

mit Großbanken hatten wir auch nur Stress.
Über 10 Jahre Societe Generale. Boah, nix wie weg. Jetzt mit der CA ist es deutlich besser.
Unser Apotheker hat ein großes Sortiment guter Schmerzmittel, die er auch so rausgibt. Zumindest an uns "Ausländer" :mrgreen:
Grüße Didier
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salchow
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Mittwoch 16. April 2008, 06:16

gittachen hat geschrieben: Ach und noch eine Frage: :?:
Wnn Dich alles hier so aufregt, warum bist Du dann hier??? :roll:
Versteh ich nicht
:shock: :shock: :shock:
Hallo, Haaaaaalllooooooo, wie weiter oben erwähnt (von mehrerelei Personen) hat es eben auch seine netten und guten Seiten - und das hier ist nun mal kurz gesagt die Klagemauer… Wir finden bestimmt ebensoviele Vorteile.


Was die Bank angeht, nun ich bin bei der SoGe geblieben: teuer sicher, ich kann mich nur anschließen, was die Internetüberweiserei betrifft, aber der Service ist erstklassig.
Unser Banker konnte uns letztes Jahr einen Immo-Kredit für 4,13 %-alles-drin-außer-Versicherung anbieten, bei 110%er Finanzierung der Immobilie (Kaufpreis+Notar etc.).

Bei allen anderen Banken sind wir hochkantig (aber nicht freundlich, nur bestimmt) rausgeflogen.
Inzwischen war die Post bei uns auf Kundenfang (meine Frau ist Briefträgerin) und wollte uns "Mitarbeiterkonditionen" anbieten. Leider waren sie immer noch über dem was wir derzeit zahlen :mrgreen:

Das einzige ist, dass ich für meine regelmäßigen Überweisungen nach D
- weder einen Dauerauftrag einrichten kann
- noch online überweisen kann (nur Inland)

Und Formularüberweisungen kosten 3,05 pro Stück (online nix).

Ich habe es gewagt vorsichtig zu fragen, ob mit der Umstellung auf SEPA, wenn IBAN und BIC auch für nationale Überweisungen verwendet werden müssen, auch Euro-Üs per Internet möglich sind… Ich glaube die Dame hatte einen schlechten Tag.
So bin ich selten trotz aller Höflichkeit (äh… MEINERSEITS) abgeblitzt :?

Insgesamt war ich aber bei sämtlichen D-Banken, bei denen ich war besser bedient (Eindruck), als ich es in F bin.
Hier braucht man einen Termin und wird kräftig eingeschüchtert, während ich in D mal eben in der Info Ecke meinen Dispo kurzfristig erhöhen konnte…
Aber wenn man es nicht persönlich nimmt, und weiß dass das normal ist, sieht man auch viele schöne Sachen, die die andere Rheinseite schon eher vermurkst hat :)
Gruß, Christian / Palaiseau (91)
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jochem
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Mittwoch 16. April 2008, 09:47

gittachen hat geschrieben: Ach und noch eine Frage: :?:
Wnn Dich alles hier so aufregt, warum bist Du dann hier??? :roll:
Versteh ich nicht
:shock: :shock: :shock:

1. ist das System der Banken hier sehr unterschiedlich zu Deutschland. Das traditionelle Arbeiten der Franzosen mit den kostenlosen Schecks geht so weit, daß auf den Rechnungen auch von Unternehmen noch nicht mal eine Kontonummer auftaucht.

Dafür braucht man keine Gebühren für Geldabhebung, Abbuchungen etc. zu zahlen.

Aber es kostet eine nicht geringe Gebühr, wenn ich online von meinem S.G. Konto auf ein anderes Bankkonto überweisen will, das ist wie so vieles einfach anachronistisch!

Und das Forum ist doch wohl dazu da, auch Kritik zu üben, oder? Deine Bemerkung ist absolut unpassend :evil:

Gibt es hier keinen Mod, der Dir das verklickert?
Grüße aus Lacanau

Jochem
Rive_Gauche
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Mittwoch 16. April 2008, 11:24

Vorab erst einmal vielen Dank für Eure wertvollen Beiträge bezüglich der Banken. Das hilft schon mal sehr weiter!

Und wie bereits erwähnt (!), hat das Leben in F oder vielmehr für mich in Paris natürlich auch gute Seiten, jedoch gehört dies in einen anderen Thread. :wink:

Gittachen, es freut mich, dass bei Dir alles funzt, aber bei mir ist es eben nicht so und was die Karte betrifft, so weiß ich nicht, ob Du jemals versucht hast, damit eine größere Anschaffung zu machen (jetzt weiß ich, dass Schecks besser sind, Thema erledigt). Auch kann ich nur das wiedergeben, was ich erlebt habe und bei einer Bank nicht mehr als Kunde, sondern als Bittsteller auftreten zu müssen, stößt bei mir eben auf Unverständnis.

Die Frage "warum ich hier bin" beantworte ich Dir trotz dem hier :roll: dennoch gerne: Ausser den Menschen, die nach F ziehen, weil sie es beispielsweise gar nicht abwarten können, mit einem frischen Baguette unterm Arm verträumt am Seine Ufer langzustreifen, gibt es auch Menschen, die nach F ziehen, weil sie es aus beruflichen Gründen mehr oder minder müssen. Vielleicht sieht man dann die Dinge am Anfang etwas kritischer, aber ich könnte jetzt eigentlich nicht behaupten, dass ich es mit der Düsterkeit übertreibe, denn Probleme oder den ein oder anderen Aufreger scheinen hier wohl alle zu haben. Dich natürlich ausgenommen. :lol:
Das einzige ist, dass ich für meine regelmäßigen Überweisungen nach D
- weder einen Dauerauftrag einrichten kann
- noch online überweisen kann (nur Inland)
Das Problem haben wir auch. Simple (wenn auch nicht perfekte Lösung): Wir haben ein Konto in D behalten.

@Didier: Auch an Dich die Frage: Was darf man sich in F unter einem "guten (rezeptfreien) Schmerzmittel" vorstellen? (Name/Wirkstoff).

Viele Grüsse
(und schön fleissig weiter schreiben! :thumbsup:)
Rive_Gauche
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salchow
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Mittwoch 16. April 2008, 16:52

Das Problem haben wir auch. Simple (wenn auch nicht perfekte Lösung): Wir haben ein Konto in D behalten.
Auf die Idee bin ich auch gekommen, ist auch schon umgesetzt. Nur… irgendwoher muss DESSEN Geld ja auch kommen :wink:

Gruß
Gruß, Christian / Palaiseau (91)
» seit 01/2004 in Frankreich
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